Halbinsel Au
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Landgasthof Halbinsel Au - Geschichte
 

Die Halbinsel Au
 
Die rund einen halben Quadratkilometer grosse Halbinsel (Owe) wurde 1316 als Lehnshof der Johanniterkomturei (Haus Bubikon) erstmals erwähnt und war bis 1835 eine Zürcher Staatsdomäne.

 

Das Landgut Au (als Lehe) wurde 1650 von Hans Rudolf Werdmüller erworben, mit dem die Geschichte der Halbinsel eng verbunden ist. Er liess eine Villa im venezianischen Stil errichten.

 

Werdmüller, 1614 im „Seidenhof“ in Zürich geboren, heiratete im Alter von 19 Jahren Anna Reinhard, die damals 32 war. Er wurde von seinem Stiefvater Kaspar Schmid in seinen kriegerischen Neigungen gefördert, wie im Band 2 der „Kunstdenkmäler des Kantons Zürich“ von Hermann Fietz (1943) nachzulesen ist. Werdmüllers Laufbahn führte ihn in die schwedische Armee, in den Dienst der Republik Venedig sowie auch in schweizerische, französische und kaiserliche Dienste. 1650 kommandierte er noch ein Regiment aus Zürchern und Bernern, das für Venedig nach Dalmatien entsandt worden war. In den Jahren 1651–1657 lebte Werdmüller in seiner Heimat, nachdem er, wie erwähnt, das Gut zur Au gekauft und seinen Sitz gebaut hatte. Dort konnte er seinen Liebhabereien freien Lauf lassen: Gartenbau, Landwirtschaft, Fischerei, und zudem betrieb er eine Schmiedewerkstätte – eine Vorstufe zur heutigen Hochschule Wädenswil. Der Binnensee und der Rebberg auf der Südseite gehörten ebenfalls zum umfangreichen Gut, das 1678 von seinem Sohn Johann Rudolf Werdmüller verkauft wurde.
 
Werdmüller war eine schillernde Persönlichkeit, die in Conrad Ferdinand Meyers Novelle „Der Schuss von der Kanzel“ die Hauptrolle spielt. Den Wertmüller (diesmal mit t) beschrieb Meyer als „eine Brennnessel, die keiner ungestochen berührt“. Und sogar die Sprache verunstaltete dieser Mann mit der scharfen Habichtsnase und dem stechenden Kinn im Gesicht ...: „Der Wertmüller bringt die hochdeutschen, fremdländischen Wörter ins Land, der Staatsverräter!“ – also sprach der Pfannenstiel. Was er wohl zu den im Deutsch zunehmend seuchenartig verbreiteten Amerikanismen heute sagen würde?
 
Die Au kam noch zu weiteren literarischen Ehren: Der deutsche Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803) hatte ihr 1750 einen Besuch abgestattet und verewigte sie in seiner „Ode an den Zürichsee“. Zu den berühmten Bewohnern des Landguts gehörte auch die dort geborene Autorin Mentona Moser (1874–1971): „Ich habe gelebt“ (Buchtitel mit Au-Schilderungen). 1887 hatte ihre Mutter, Fanny Moser-Sulzer, Freiin von Sulzer-Wart, die damals 39-jährige Witwe des Schaffhauser Grosskaufmanns Heinrich Moser, das vernachlässigte Gut gekauft und es renovieren lassen. Sie galt als eine der reichsten Damen Europas. Sie machte ihre Residenz „Belle au bois dormant“ zu einem gesellschaftlichen Zentrum, in welchem Dichter, Philosophen, Wissenschaftler und Personen aus Handel und Industrie verkehrten.
 
1917 ging das Landgut in den Besitz von Oberst Hans von Schulthess-Bodmer über. Dieser neue Eigentümer liess das alte Werdmüllerhaus abbrechen und 1928/29 durch eine neubarocke Villa mit verschiedenen Nebengebäuden ersetzen; als Architekt wirkte Johann A. Freytag.
 
Das Landgut gehört seit 1989 dem Kanton Zürich; die Erben des 1985 verstorbenen Eric Alex von Schulthess, dem Sohn des Schlosserbauers, übergaben die Liegenschaft dem Kanton und damit der Öffentlichkeit, ebenso einen Teil der 26 ha umfassenden Liegenschaft. So leuchtete über der Au immer ein guter Stern: Schon 1911 gründeten Wädenswiler Industrielle das Au-Konsortium. Dieses kaufte den mittleren Teil des Au-Hügels zusammen mit dem Gasthaus und verhinderte so, dass die idyllische Halbinsel überbaut wurde. Sie sollte der Öffentlichkeit als Ausflugsort zur Verfügung stehen, und so ist es bis heute geblieben.

 

 

 






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